Spielberichte

Spielbericht 26. Spieltag Landesliga Süd Brandenburg

FV Blau-Weiß´90 Briesen – Ludwigsfelder FC II 4:0 (2:0)

Aufstellung FV Blau-Weiß´90 Briesen:
Drömert, Pohl, Anke, Gottschalk, Gernetzke, Weiss-Motz (Lehmann), Klimaczewski (Borchert), Schier, Zickerow, Biemüller, Lüdtke (Rockmann), Trainer: Orlowski

Tore: Gernetzke (25.min.), Lüdtke (30.min.), Schier (74.min.), Rockmann (76.min.)

Zuschauer: 90

(ta) Man muss der Ludwigsfelder Mannschaft schon Respekt zollen, dass sie unter diesen Umständen die Fahne ihres Vereins versucht hoch zu halten und tatsächlich noch immer auf den Klassenerhalt hofft. Allein der Auftritt des sehr jungen Gästeteams sowie das fußballerische Vermögen sprechen eine andere Sprache und sind nicht wirklich landesligatauglich. Eine gute und abgeklärte Durchschnittsleistung reichte den Blau-Weißen für einen nie gefährdeten und verdienten Sieg im heimischen Waldstadion. Bei mehr Konzentration im Abschluss und beim Herausspielen der vielen Briesener Möglichkeiten im gesamten Spiel hätte das Ergebnis durchaus noch höher ausfallen können. Das war aber gar nicht der Ansatz der vorletzten Heimpartie. Viel wichtiger war nach der herben Auswärtsschlappe in Mühlberg wieder in die Spur zu finden und unter dem Umstand wichtiger personeller Ausfälle trotzdem zu überzeugen. Das gelang in jeder Phase des Spiels gegen einen harmlosen Gegner. Die Partie kam aber erst in der 15.min. in Schwung, als der an diesem Tag sehr agile und lauffreudige Biemüller von der Grundlinie den einschussbereiten Lüdtke bediente, der in letzter Sekunde am Torerfolg gehindert wurde. Ein feiner Doppelpass zwischen Klimaczewski und Weiss-Motz gipfelte in der 20.min. im ersten Pfostentreffer des Spiels, bis kurz darauf endlich das erste Tor fiel. Ein von Schier schnell ausgeführten Freistoß in den Strafraum erlief Gernetzke und netzte überlegt ein. Er war es auch, der in der 30.min. mit schönem Pass in die Tiefe Biemüller bediente. Dieser marschierte wieder bis zur Grundlinie und legte mustergültig quer auf Lüdtke, der völlig frei einschieben konnte. Bis zur Halbzeit ergaben sich noch drei gute Tormöglichkeiten gegen die größtenteils überforderte und löchrige Ludwigsfelder Abwehr. Zweimal Lüdtke, wiederum nach Vorarbeit von Biemüller und einmal Weiss-Motz nach schöner Einzelleistung mit Lattentreffer führten jedoch nicht zum Erfolg. In Halbzeit zwei nahmen die Blau-Weißen ob der Überlegenheit und den sommerlichen Temperaturen verständlicher Weise einen Gang raus aus ihren Bemühungen und warteten auf die sich bietenden Chancen. Nach Alleingang des aufmerksamen Weiss-Motz versprang ihm der Ball leider beim Torabschluss. Zu Beginn der Schlussviertelstunde dann konnte der völlig blank stehende Schier nach Gernetzkes mustergültiger Flanke von der rechten Seite per Kopfball aus Nahdistanz zum fälligen 3:0 vollenden. Quasi gleich im Anschluss traf der für Lüdtke ins Spiel gekommene Rockmann per Abstauber zum 4:0 und vollendete, was Klimaczewski nach super Dribbling im Straufraum noch verwehrt blieb. Gegen Ende der Partie wurde von Zickerow aus vollem Lauf nochmals das Gebälk geprüft, genau wie auf der anderen Seite durch den LFC II. Dies war die einzige Möglichkeit der Gäste in der gesamten Begegnung. Resümierend war Ludwigsfelde der richtige Gegner zur richtigen Zeit und durch die Ergebnisse der Tabellennachbarn am heutigen Spieltag ist für die Blau-Weißen nun tatsächlich wieder Tabellenplatz vier in Sichtweite. 

SC Eintracht Miersdorf-Zeuthen - FV Blau Weiß 90 Briesen 2:1 (1:0)

Aufstellung: Drömert, Anke, Robel (ab 80. min Orlowski), Gottschalk, Berg, Weiss-Motz (ab 75. min Rose), Gernetzke, Klimaszewski, Schier, Lüdtke, Ducklauß
Trainer: Orlowski   Co-Trainer: Steinmetzer

gelbe Karten: König, Wolter, Kämke  /  Robel, Gernetzke, Lüdtke, Ducklauß, Orlowski

Schiedsrichter: Titz (Eisenhüttenstadt), Hähnel (Frankfurt/Oder), Dzewior (Frankfurt/Oder)

Zuschauer: 187


Punkte liegen gelassen

Briesen kehrt mit leeren Händen vom Nachholspieltag aus Miersdorf heim. Dabei hätte man durchaus etwas holen können in einem Spiel auf niedrigem Niveau. Briesen offenbarte abermals ein zu lasches Abwehrverhalten und machte sich somit das Leben selbst schwer. Miersdorf war keinesfalls der erwartet schwere Gegner und konnte selbst an das bekannte Leistungsniveau nicht anpassen. So mußte ein kapitaler Abwehrfehler zur ersten Chance und gleichbedeutend dem ersten Tor für Miersdorf herhalten. In der 9.min hätte Gottschalk oder Robel den Ball ohne Gefahr klären müssen, aber Gottschalk entschied falsch und versuchte mit dem Fuß anstatt mit dem Kopf zu klären. Der Ball fiel Meisel vor die Füsse und der ließ sich die Chance nicht nehmen und vollendete überlegt zum 1:0. Briesen hatte in der Folgezeit mehr vom Spiel wenn man bei dem Gehacke von Spiel sprechen mag. Leider trugen der Platz und Schieri Titz auch zum schlechten Gesamtbild bei, wobei der Schieri nichts mit dem Ergebnis zu tun hat jedoch die Art und Weise wie er pfeift. Gottschalk versuchte mit einem straffen Schuß knapp neben das Tor seinen Fehler wieder gut zumachen. Kurz darauf tauchte Ducklauß vor dem Torwart auf und blieb zweiter Sieger. Eine anschließende Ecke hätte Ducklauß aber nutzen müssen. Sein Kopfball in der 37.min verfehlte das Tor nur um Zentimeter. Nach der Halbzeit war nochmal der Gastgeber am Drücker und verzeichnete in der 47. min seinerseits die beste Möglichkeit. Gernetzke verlor unnötig den Ball an der Mittellinie. Der Ball gelangte zu Semke dessen Schuss am Pfosten landete. den Abpraller erlangte nochmals Semke und zwang Drömert zu einer Glanztat. Briesen jetzt wach und weiterhin bemüht das Ergebnis zu drehen. Miersdorf wirkte in der Folgezeit stehend Ko. In der 51. min sprang Ducklauß der Ball zu weit weg und eine gute Einschussmöglichkeit war vorbei. Dann in der 65. min der Torjubel auf Briesener Seite. Alle Mann schauten sich allerdings verdutzt an als das Spiel mit Abstoß fortgesetzt wurde. Ducklauß setzte sich über die Außenbahn durch und drang bis zur Grundlinie durch. Sein Querpass erreichte Gottschalk der das Kunststück fertig brachte den ball aus 2 m am langen Pfosten vorbei zu spielen. Briesen war jetzt etwas geknickt und überließ den Hausherren das Spielfeld. Gleich ergaben sich auch Chancen für Miersdorf. Erst scheiterte Semke erneut an Drömert und dann konnte Wolter auf 2:0 erhöhen. Den ersten Ball von Wolter konnte Drömert noch abwehren aber im Nachsetzen erreichte er den Ball abermals und drückte ihn aus Nahdistanz über die Linie. Robel hätte b ei seinem Rettungsversuch schon den Schuh des Torschützen beißen müssen für eine Abwehrchance aber der Schiedsrichter kümmerte sich lieber um Kleinigkeiten als um wahre Regelwiedrigkeiten. Briesen trotzte dem 2:0 und drückte weiter auf eine Ergebnisverbesserung. Diese gelang Ducklauß aus dem Gewühl heraus erst in der 85. min. Leider konnte Briesen in den verbleibenen 5 Minuten keine weitere Möglichkeit mehr erarbeiten und es blieb beim 2:1 für die Eintracht aus Miersdorf.